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Das Glaukom - Aufklärungskampagne Vorsorge hilft!
Das Glaukom, umgangssprachlich auch „Grüner Star“ genannt, ist eine weit verbreitete und schwerwiegende Erkrankung des Auges.
In Deutschland sind über 900.000 Menschen von ihr betroffen. Die bekannteste und wichtigste Ursache für das Glaukom ist ein erhöhter Augeninnendruck. Dieser Risikofaktor – den etwa drei Millionen Menschen in Deutschland aufweisen – ist jedoch keine notwendige Voraussetzung für die Entstehung eines Glaukoms. Auch bei normalem Augeninnendruck können die für die Erkrankung typischen Schädien am Sehnerv auftreten, die unbehandelt zur Erblindung führen können. Das Glaukom ist für rund 15 Prozent der Erblindungsfälle in Deutschland verantwortlich und ist damit die zweithäufigste Ursache für den Verlust der Sehfähigkeit.
Was versteht man unter einem Glaukom?
Das Glaukom ist keine einheitliche Erkrankung, sondern fasst unterschiedliche Störungen zusammen, denen eines gemeinsam ist: Sie führen zu einer Schädigung des Sehnerven, dessen empfindliche Nervenfasern im Verlauf der Erkrankung absterben. Der Begriff Glaukom beschreibt daher eigentlich ein klinisches Zeichen – die Schädigung des Sehnervs –, dessen Ursachen sehr vielfältig sein können. Je nach Ursache unterscheidet man verschiedene Formen des Glaukoms.
Das Glaukom ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der in Deutschland über 900.000 Menschen betroffen sind. Die Häufigkeit des Glaukoms nimmt dabei mit dem Alter zu: Von rund einem Prozent bei Menschen in ihren 50ern bis hin zu zehn Prozent bei den Über-90-Jährigen. Jeder zehnte Hochbetagte weist somit Schäden am Sehnerv auf.
Welche Risikofaktoren gibt es?
Neben dem Alter sind eine Reihe weiterer Risikofaktoren für die Entstehung eines Glaukoms bekannt. Der wichtigste ist der erhöhte Augeninnendruck. Aber auch bei familiär gehäuften Glaukomfällen, starker Kurzsichtigkeit ab -5 Dioptrien und bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe besteht ein erhöhtes Glaukomrisiko.
Ein Diabetes mellitus stellt keinen eigenständigen Risikofaktor für die Entstehung eines Glaukoms dar. Menschen mit Diabetes, die aufgrund ihrer Zuckerkrankheit bereits Veränderungen an der Netzhaut – eine so genannte diabetische Retinopathie – aufweisen, haben jedoch auch ein erhöhtes Glaukomrisiko.
Wie macht sich ein Glaukom bemerkbar?
In den meisten Fällen entwickelt sich ein Glaukom schleichend und zunächst völlig symptomlos; mit Ausnahme des Winkelblockglaukoms verläuft die Erkrankung zudem völlig schmerzfrei. Die Sehnervenschädigung kann lange Zeit voranschreiten, ohne dass die Betroffenen Einschränkungen ihres Sehvermögens wahrnehmen. Häufig werden sie erst dann bemerkt, wenn auch die zentrale Sehschärfe abnimmt. Dann ist jedoch ein großer Teil der Sehnervenfasern und des Gesichtsfelds bereits unwiederbringlich verlorengegangen. Umso wichtiger ist es, ein Glaukom frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – dann lässt sich der Verlust des Sehvermögens deutlich verlangsamen oder sogar aufhalten.
Mehr Informationen zum Glaukom, zur Früherkennungsuntersuchung und was im Verdachtsfall passiert gibt es hier unter diesem Link.
Statement des Aktionsbündnis-Mitglieds Dr. Robert Patrick Finger
Durch die stetige Alterung nehmen nicht nur alle altersbedingte Augen-Volkskrankheiten zu, sondern Betroffene leben auch länger damit, was die Arbeit des Aktionsbündnisses immer wichtiger macht.
Dr. Robert Patrick Finger