Seniorenberatung Projekt Frankfurt

Entwicklung und Evaluation eines Interventionskonzepts zur Beratung und Begleitung älterer Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit

Beratung für Seniorinnen und Senioren mit Sehbehinderungen bietet die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte in einem Modellprojekt an. Im Modellprojekt wird dies verbunden mit Schulung von Kooperationspartnern der lokalen Seniorenversorgung und der Verstetigung des Angebotes.

Träger, Beteiligte, Förderer

Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte Polytechnische Gesellschaft

Das dreijährige Modellprojekt wird in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Interdisziplinäre Alternswissenschaften (AIA) der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (Marburg) durchgeführt.
Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Stiftung Almosenkasten und der Software AG Stiftung.

Inhalt

Die Zahl älterer sehbehinderter Menschen steigt kontinuierlich an. Spezielle Angebote für diese Gruppe gibt es bisher nur vereinzelt und unsystematisch. Ist es schon für jüngere Menschen häufig schwierig, sich im Dschungel der Zuständigkeiten zurecht zu finden, so lässt mit zunehmendem Alter die Fähigkeit nach, sich in den Beratungsangeboten zu orientieren, diese wahrzunehmen und den Anspruch darauf durchzusetzen.
Die Stiftung hat dieses Defizit erkannt und sich 2009 intensiv mit der Lage älterer Sehbehinderter beschäftigt. Im Ergebnis haben wir ein Pilotprojekt zur systematischen Unterstützung älterer Sehgeschädigter entwickelt. Neben der unmittelbaren Verbesserung der Lage für Betroffene im Frankfurter Raum stehen damit auch übertragbare Handlungsanleitungen für andere Regionen zur Verfügung.
Kernstück des Konzeptes zur Förderung sehbehinderter Senioren ist ein Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt Beratung: Der „Lotse“.
Der „Lotse“ berät und begleitet ältere sehbehinderte oder blinde Menschen persönlich und individuell. Die Beratung kann in der Stiftung oder bei den Betroffenen zu Hause stattfinden.
Der Sozialpädagoge hilft bei der Verarbeitung der eingetretenen Behinderung und der damit verbundenen Probleme. Er informiert über die Angebote von Fachdiensten im medizinischen Bereich sowie über die vielseiteigen städtischen, kirchlichen und kulturellen Angeboten für Senioren und Sehbehinderte in Frankfurt. Der Seniorenberater stellt den Kontakt zu Selbsthilfeorganisationen zum Austausch mit Betroffenen her. Ratsuchende ältere Menschen erhalten bei ihm Informationen zu den Angeboten der Stiftung wie die „Sehrestberatung“, Schulungen in „Orientierung und Mobilität“ sowie Training in „lebenspraktischen Fertigkeiten“ und werden bei der Suche nach geeigneten Schulungen unterstützt.
Ziel der Förderung ist es, die Lebensqualität zu erhalten und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, um den verfrühten Wechsel aus den „eigenen vier Wänden“ in einen stationären Aufenthalt zu vermeiden oder hinauszuzögern.

Verstetigung

Das entwickelte Programm soll nach Ablauf der dreijährigen Projektphase in die Regelversorgung von blinden und sehbehinderten Menschen übernommen werden.
Als Teil dieser über das Projekt hinausweisende Aufgabe ist dabei sowohl die zukünftige Kostenträgerschaft nach Projektende sowie die Entwicklung einer Betreuungsstruktur zu klären, die so weit wie möglich auf die regionalen Strukturen zur Versorgung von Senioren zurückgreift und die Herausbildung unnötiger Sonderstrukturen vermeidet.
Als weiteres Ergebnis soll ein Schulungskonzept zur Qualifikation von Beratern/Lotsen erarbeitet werden, dass durch die ausgewiesene Expertise im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich von Sehbehinderung und Blindheit von der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. Marburg entwickelt werden könnte.
Das Projekt ist seit Ende Februar 2013 abgeschlossen. Die praktische Arbeit der Stiftung wird auf der Basis der gewonnenen Erfahrungen weitergeführt. Ebenso verfolgt die Stiftung weiter, Finanzierungskonzepte zu entwickeln, die eine Refinanzierung der erforderlichen Leistungen ermöglicht.

Region Frankfurt und Umgebung

Zeitraum 2009 bis 2013

Link zu weiteren Informationen

Kontakt

Ansprechpartner: Herr Esch, Frau Driebold

Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, Polytechnische Gesellschaft, Adlerflychtstraße 8, D-60318 Frankfurt am Main, Telefon: (069) 95 51 24 0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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